
Die Figur der subjektiven Rechte ist in den Rechtsordnungen der romanisch-germanischen Tradition omnipräsent. Jedoch ist ihre Bedeutung im Privatrecht und im öffentlichen Recht sehr unterschiedlich. In diesem Beitrag geht es darum, die historischen Gründe dafür zu skizzieren und die Auswirkungen der Kodifikationen in Erinnerung zu rufen, bevor die Relativität der Begriffe und ihres Stellenwerts im heutigen Schweizer Recht analysiert und aufgezeigt wird. Dadurch wird die wahre Funktion der subjektiven Rechte, die Grenzen der Dogmatik, aber auch die "organische" Unterscheidung zwischen Privatrecht und öffentlichem Recht wieder hervorgehoben.